Das Vertrauen institutioneller Investoren in den europäischen Hotelmarkt bleibt hoch. Laut einer Umfrage für den „European Hotel Investor Compass“ des Immobiliendienstleisters Cushman & Wakefield planen 86 % der Investoren, ihre Kapitalallokation im Jahr 2026 mindestens beizubehalten oder sogar auszubauen.
Hohe Investitionsbereitschaft
Die Zahlen zeigen eine klare Richtung:
58 % wollen 2026 mehr Kapital investieren als im Vorjahr
54 % planen, als Nettokäufer aufzutreten
Nur 7 % erwarten, Nettoverkäufer zu sein
Besonders aktiv zeigen sich Value-Add- und opportunistische Investoren, die gezielt auf Renditechancen in einem sich erholenden Markt setzen.
Milliardeninvestitionen als Grundlage
An der Umfrage nahmen 74 institutionelle Investoren teil, darunter Private-Equity-Firmen, Fonds und REITs. Die offenlegenden Teilnehmer investierten zwischen 2020 und 2025 rund 18 Milliarden Euro in europäische Hotels – ein klares Signal für die Bedeutung der Anlageklasse.
Fokus auf Metropolen und wachstumsstarke Städte
Investoren richten ihren Blick insbesondere auf etablierte Gateway-Städte:
Mailand
Madrid
Rom
London
Paris
Gleichzeitig gewinnen weitere Städte deutlich an Attraktivität:
Budapest (+11 %)
Nizza & Cannes (+9 %)
Berlin (+9 %)
München (+8 %)
Paris (+7 %)
Prag (+7 %)
Diese Entwicklung zeigt eine zunehmende Diversifikation innerhalb Europas.
DACH-Region stabil, aber mit leichtem Rückgang
Die DACH-Region bleibt relevant, verliert jedoch leicht an Dynamik:
37 % der Investoren sehen hier ein hohes oder sehr hohes Interesse
2025 lag dieser Wert noch bei 45 %
Damit liegt die Region aktuell auf Platz fünf der bevorzugten Investmentziele.
Fazit: Solide Perspektiven trotz Wettbewerb
Der europäische Hotelmarkt bleibt für institutionelle Investoren attraktiv. Hohe Kapitalzuflüsse, stabile Nachfrage und ein breites Spektrum an Zielmärkten sprechen für anhaltende Dynamik – auch wenn der Wettbewerb um attraktive Objekte weiter zunimmt.